Sorge um Emissionshandel – Werkleiter und Betriebsrat der Firma HeidelbergCement AG in Berlin

Der sogenannte Emissionshandel, ein Instrument der Klimapolitik, spielt besonders für die energieintensiven Industrien eine besonders große Rolle. Derzeit wird im EU-Parlament über die Weiterentwicklung dieses Verfahrens diskutiert. Weil nicht nur die heimische Zementindustrie von diesen Veränderungen massiv betroffen ist, haben Vertreter der Unternehmen und Gewerkschaften das Gespräch mit mehreren  Bundestagsabgeordneten gesucht. Die Abgeordneten Ulrich Hampel, Bernhard Daldrup, Michael Groß und Bernd Westphal diskutierten mit Vertretern der Firma HeidelbergCement AG, darunter Werkleiter Christian Knoch aus Ennigerloh und der Vorsitzende des Gesamtbetriebsrates, Werner Schraeder. Auch wenn die Regelungskompetenz in erster Linie beim Europäischen Parlament liegt, werden die Entwicklungen bundesseitig begleitet. „Für uns Sozialdemokraten ist klar, dass wir die industrielle Basis, Arbeitsplätze und Klimaschutz nicht gegeneinander in Stellung bringen. Wir wollen heimische Industrie und Arbeitsplätze auch in den energieintensiven Branchen erhalten und zukunftssicher machen“, so die Abgeordneten aus dem Münsterland, Ulrich Hampel und Bernhard Daldrup. „Gemeinsam mit unseren Kollegen werden wir Kontakt zu den Mitgliedern des EU-Parlamentes aufnehmen.  Der Meinungsaustausch zwischen Wirtschaft und Politik ist für uns von großer Bedeutung“, so die beiden abschließend.

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Meinungsaustausch im Berliner Reichstagsgebäude. V.l.n.r.: Frank Seeliger (IGBCE); Betriebsratsvorsitzender Werner Schraeder, (Ennigerloh), Bernhard Daldrup, Michael Groß, Ulrich Hampel, Bernd Westphal (alle MdB), Peter Schuld, IGBCE, Werkleiter Christian Knoch (Ennigerloh), Frank Steininger (IG Bau), Jens Romeike (VDZ), Dr. Ekkehard Franke (HeidelbergCement), Norbert Steinert (HeidelbergCement)

Nach Höckes Skandal-Rede – SPD-Abgeordnete setzen Zeichen fürs Erinnern in Berlin

Unter dem Titel „Erinnern für die Zukunft“ versammelte sich heute eine Vielzahl von SPD-Bundestagsabgeordneten zusammen mit Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles beim Denkmal für die ermordeten Juden Europas in Berlin. Der SPD-Bundestagsabgeordnete für den Wahlkreis Coesfeld und Steinfurt II Ulrich Hampel nahm ebenfalls daran teil.

Wichtig war den Parlamentariern, dass es keine förmliche Aktion, sondern ein persönliches Zeichen jedes Einzelnen war. „Ich bin der Meinung, dass wir deutlich machen müssen, dass Erinnerung ein wichtiger Teil unserer Verantwortung ist – damit das „Nie wieder“ nicht an Aktualität verliert.“, betont Ulrich Hampel. „Die weltweite Anerkennung Deutschlands resultiert nicht trotz, sondern gerade wegen seines besonderen Umgangs mit seiner Geschichte. Diesen Umgang als Schwäche auszulegen, verkennt die Tatsachen und verhöhnt die Opfer abermals.“, so Ulrich Hampel weiter. Für den SPD-Abgeordneten Hampel zeigen die neuerlichen Äußerungen von Höcke in Dresden einmal mehr, wie tief rechtes Gedankengut in der AfD verwurzelt ist. Die Rechtsnationalisten lassen immer mehr die Masken fallen und greifen gezielt unsere freiheitlich-demokratische Gesellschaft an. Deshalb ruft Ulrich Hampel über Parteigrenzen hinweg dazu auf gemeinsam LAUT MACHEN für den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Darüber hinaus muss die Gesellschaft den Vereinfachern, Populisten und Hetzern deutlich machen, dass ihre ewig gestrigen Thesen keinen Platz in unserem Land haben.

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SPD-Bundestagsabgeordneten zusammen mit Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles beim Denkmal für die ermordeten Juden Europas in Berlin (Foto: spdfraktion.de)

Mehr Mittel für Kindertageseinrichtungen und Kindertagespflege

Für uns Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten ist eine gute Kindertagesbetreuung ein wesentlicher Baustein für beste Bildung, die von klein auf anfangen sollte. Denn sie ermöglicht den Kindern Teilhabe, fördert deren Integration und unterstützt die Eltern in vielerlei Weise. „Mir ist deshalb unser gemeinsames Anliegen, die Kindertagesbetreuung quantitativ und qualitativ weiterzuentwickeln, außerordentlich wichtig“, hebt Bundesfamilienministerin Manuela Schwesig nochmals deutlich hervor.

Ich freue mich sehr, dass die Mittel für Kindertageseinrichtungen und Kindertagespflege in den nächsten Jahren weiter ansteigen werden. Der Bundeshaushalt 2017 und der Finanzplan bis 2020 sehen einen Aufwuchs der Mittel von mehr als 1,7 Milliarden Euro vor. Das ist bestens anlegtes Geld: Denn Bildung ist die wichtigste Investition in unsere Zukunft.

100.000 zusätzliche Betreuungsplätze

Mit dem „Gesetz zum weiteren quantitativen und qualitativen Ausbau der Kindertagesbetreuung“ hat die Bundesregierung unter Manuela Schwesig 100.000 neue Betreuungsplätze auf den Weg gebracht. Erstmalig sind in dem neuen Programm auch Plätze für Kinder im Alter von drei Jahren bis zum Schuleintritt enthalten. Allein dieses Programm umfasst von 2017 bis 2020 insgesamt 1,126 Milliarden Euro.

Verdoppelung der „Sprach-Kitas“

Weitere 600 Millionen Euro stellt der Bund für den Ausbau der sprachlichen Bildung in Kitas bis 2020 zur Verfügung. Der Hauptteil dieses Geldes ist für die Verdoppelung der „Sprach-Kitas“ vorgesehen (circa 3.500 weitere Einrichtungen), welche ich bereits selbst in meinem Wahlkreis besuchen durfte. In den Kitas dort, welche am Bundesprogramm „Sprach-Kitas: Weil Sprache der Schlüssel zur Welt ist“ teilnehmen, konnte ich die gute und wichtige Arbeit vor Ort erfahren. Das Bundesprogramm zielt auf die alltagsintegrierte sprachliche Bildung in Kindertageseinrichtungen.

„Brücken bauen in die frühe Bildung“

Der aktuelle Bildungsbericht verdeutlicht, dass immer noch bestimmte Faktoren den Einstieg beziehungsweise den fehlenden Einstieg in die frühkindliche Bildung beeinflussen. Dazu gehören unter anderem Risikoanlagen aufgrund von Armut, Bildungsbenachteiligung, mangelnde Sprachkenntnisse oder stark belastete Sozial- und Wohnräume. Ebenso schwierig gestaltet sich der Einstieg oftmals für Kinder mit Fluchterfahrungen. Genau dort setzt das neue Modellprogramm „Kita-Einstieg: Brücken bauen in frühe Bildung“ an. Mit niedrigschwelligen, gezielten Angeboten sollen Eltern und Kinder der Weg in die Kita oder Kindertagespflege erleichtert werden. Gefördert werden dabei sowohl Fachkraftstellen zur Umsetzung der Angebote wie auch eine beim Jugendamt angesiedelte Koordinierungs- und Netzwerkstelle. Das Verfahren zur Interessensbekundung zur Auswahl der zu fördernden Standorte läuft noch bis zum 17. Februar 2017.

Weitergehende Informationen finden Sie auf der Homepage des Bundesfamilienministeriums unter www.fruehe-chancen.de.

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Ausbau flexibler Betreuungsangebote geht voran

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Mit dem zweiten Modul des Bundesprogramms „KitaPlus“ baut das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend unter der Ministerin Manuela Schwesig die flexiblen Betreuungsangebote weiter aus.

Im ersten Modul „Erweiterte Öffnungenzeiten“ wurden die Einrichtungen, Horte und Kindertagespflegestellen in den Blick genommen, um deren bedarfsgerechte Öffnungszeiten zu unterstützen. Im zweiten Modul „Netzwerkstellen KitaPlus“ werden bundesweit Jugendämter angesprochen, die nachhaltig die Gestaltung und Vernetzung von flexiblen Betreuungsangeboten in der Region unterstützen. Seit dem 05. Januar 2017 läuft das dahingehende Antragsverfahren. Ab dem kommenden Februar 2017 werden 75 Jugendämter in der Planung und Einführung kommunaler Strategien zum Aufbau und zur Weiterentwicklung flexibler bedarfsgerechter Kinderbetreuungsangebote gefördert.

Weitere Informationen zum Bundesprogramm und den Modulen finden Sie unter www.fruehe-chancen.de.

„Weihnachtsgrüße aus den USA“ – Marius Kram

Über die Weihnachtsfeiertage habe ich tolle Post von meinem Stipendiaten des Parlamentarischen Patenschafts-Programms (PPP) Marius Kram aus den USA bekommen. Hier könnt ihr diese nachlesen. Viel Spaß dabei!

Mittlerweile bin ich seit fast fünf Monaten in den USA und auch hier ist die Weihnachtszeit bei jedem angekommen. Die Stadt, Häuser und Vorgärten sind mit vielen bunten Lichtern geschmückt alle sind bereit für das Weihnachtsfest. Anders als in Deutschland ist der Höhepunkt der Feierlichkeiten in den USA am ersten Weihnachtstag. Die Kinder stehen auf und rennen zu den Weihnachtsbäumen, denn dort hat Santa in der Nacht die Geschenke platziert. Ja, es war Santa! Denn das Christkind kennt hier niemand. Das ist aber auch schon der größte Unterschied, alles andere ist ziemlich gleich. Die Familie kommt zusammen und die Feiertage werden in guter Stimmung und zu leckerem Essen genossen.

Ich hatte bisher eine wunderbare Zeit in den USA. Mein Semester am College habe ich erfolgreich beendet. Ich konnte vier verschiedenen Kurse besuchen. Die Entscheidung fiel auf Mathematik, Sport Management und Sport Kommunikation. Die Kurse lagen in meinem Interessengebiet und vor allem in den Sportkursen konnte ich viel über die Geschichte des amerikanischen Sports lernen und das System verstehen. Des Weiteren wollte ich einfach mal etwas Neues ausprobieren und habe einen Kurs in Töpfern belegt. Es war sehr interessant und nach einigen Startschwierigkeiten konnte ich am Ende viele schöne Kunstwerke aus Ton am Rad herstellen.

Anfang Januar werde ich meinen Platzierungsort Olney verlassen und nach Ann Arbor in Michigan ziehen, um dort mein Praktikum in einer amerikanischen Firma anzutreten. Dort werde ich mit vier Studenten der University of Michigan in einem Einfamilienhaus zusammenwohnen. Es ist komisch, meine Hostfamilie nach so kurzer Zeit wieder verlassen zu müssen. Es fühlt sich an, als ob man gerade erst richtig angekommen ist. Meine Hostfamilie ist wunderbar und ich hatte eine unglaublich schöne Zeit hier. Ich hätte nie gedacht, dass ich so freundlich empfangen werde und in so kurzer Zeit ein Teil dieser Familie werden kann. Meine Gastfamilie sowie auch alle anderen Freunde die ich hier kennen gelernt habe sind der Grund dafür, dass der erste Teil meines Abenteuers Amerika so unvergesslich war. Dafür bin ich unendlich dankbar!

Bei uns ist es jetzt Zeit für die Weihnachtstage. Alle Verwandten meiner Gastfamilie sind eingeladen um gemeinsam Weihnachten zu feiern. Ich wünsche Euch eine schöne Weihnachtszeit und alles Gute für das neue Jahr!

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„(M)ein Jahr im Bundestag“ – Lennart Nieweler

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ich bin Lennart, 20 Jahre alt und mache seit dem 1.9.2016 mein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) im Bundestag bei Ulrich Hampel.

Da sich das Jahr zum Ende neigt, habe ich mir überlegt euch ein bisschen was über mein FSJ zu erzählen.

Vielleicht fange ich am besten einfach mal damit an, wie ich darauf bekommen bin ein FSJ im Bundestag zu machen.

FSJ im Bundestag, sowas gibt es?“ werde ich oft gefragt. Um ganz ehrlich zu sein wusste ich das vorher auch nicht. Darauf gekommen bin ich unter anderem durch die Kommunalpolitikerin Ulrike Reifig, die in Altenberge und Dülmen im Wahlkreisbüro für meinen Chef arbeitet.

Ulrike kennengelernt habe ich durch das Projekt „YOUth of Integration“, bei dem ich zusammen mit anderen Freunden aus dem Münsterland und Flüchtlingen aus Altenberge Freizeitprojekte gemacht habe.

Das Projekt ist der eigentliche Grund, warum ich mein Team bestehend aus Ulli, Ulrike, Dirk, Carola und Michael überhaupt kennengelernt habe.

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Zuerst lernte ich mit meinem Kumpel Sönke Zivic auf dem nach Hause Weg von einer Party zwei Flüchtlinge kennen, die uns zuerst auf ein Bier und dann ins Flüchtlingsheim einluden, später lernte ich bei einem Urlaub in Italien Sven Tetzlaff kennen, der sich zufälligerweise direkt im Nachbardorf engagierte.

Mit der Zeit entwickelte sich ein Projekt, an dem immer mehr junge Leute mit vielen Ideen teilnehmen wollten.  So gründete der eine die Facebook-Seite, der nächste eine Internet-Seite, ein anderer erfand den Namen „YOUth of Integration“- Jugend der Integration.

Durch die öffentlichen Medien, aber auch durch die enge Zusammenarbeit mit Ulrike entstand somit der Kontakt zu Ulli, der mich und Francine Fester, die ebenfalls im Projekt aktiv war, bei unserer Sowi-LK-Fahrt in den Bundestag einlud, um mehr über das Projekt zu erfahren.

Als wir Ulli das erste Mal trafen und ihm stolz unser selbst gemachtes Plakat zum Projekt vorstellen, zeigte er sich direkt begeistert davon, dass gerade junge Menschen den ersten Schritt wagen und den Kontakt mit Flüchtlingen suchen, um sie bei der Integration zu unterstützen.

28.9.15

Somit lud Ulli mich und 3 weitere Kumpels zur BPA-Fahrt ein.

Was ist eine BPA-Fahrt?

Eine BPA-Fahrt, ausgeschrieben“ Bundespresseamt-Fahrt“ ist eine Fahrt, die zusammen mit dem Bundespresseamt und den Abgeordneten organisiert wird.

Sie dient dazu (jungen) politisch interessierten Menschen das politische Berlin näher zu bringen.

Somit hatten wir in den 5 Tagen nicht nur die Möglichkeit den Bundestag näher kennenzulernen, sondern machten Stadtrundfahrten quer durch Berlin, besuchten den Bundesrat, gingen in die Gedenkstätte „Deutsche Wiederstand“ und zum Bundesamt für politische Bildung.

Ulli stieß soweit es sein Terminkalender erlaubte immer wieder zu uns dazu, wodurch wir die Möglichkeit hatten, uns auszutauschen und besser kennenzulernen.

Nach dieser Fahrt stellte ich fest: 5 Tage das politische Berlin kennenzulernen ist schon verdammt interessant. Wie würde es dann wohl sein, ein Jahr lang im Bundestag zu arbeiten?

Kurze Zeit nach der BPA-Fahrt fragte ich Ulli, ob ich ein Praktikum in Berlin machen könnte.

Nachdem ich meine Pläne, für ein Jahr nach Lateinamerika zu gehen über den Haufen geworfen hatte, schien mir das eine gute Möglichkeit zu sein sich neu zu orientieren.

Als Ulli mir sagte, dass er vor mir sogar schon einmal einen FSJler bei sich in Berlin hatte, wusste ich: Lennart, du willst ein Jahr nach Berlin.

Die Bewerbung auf das FSJ war eigentlich recht simpel. Zuerst musste ich eine Bewerbung an Ulli und den ijgd, „internationale Jugendgemeinschaftsdienste“ schreiben, in dem ich erklärte, warum mich ein FSJ im politischen Leben besonders interessierte.

Da ich mich schon vor meinem FSJ engagiert hatte und auch Ulli schon kannte fielen mir einige Gründe ein, warum ich das FSJ unbedingt machen wollte.

In der heißen Abi-Phase erhielt ich schließlich Post:  ich wurde zum Bewerbungstag eingeladen.

Kurz darauf erfuhr ich: Ich gehe ein Jahr nach Berlin.

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Nachdem ich den Vertrag unterzeichnet hatte und schließlich eine Wohnung gefunden hatte saß ich nun also in der Ausweisstelle des Bundestages wo ich meinen eigenen Bundestags-Ausweis bekam.

Am Anfang war es natürlich ein besonderes Gefühl, ohne große Kontrollen einfach so in den Bundestag zu können.

Auf jedem Ausweis, der beim Einlass kontrolliert wird, ist der eigene Name, Geburtsdatum, ein Bild und das Ablaufdatum des Ausweises angegeben.

Bei mir ist das, der 31.8.17, an dem mein FSJ offiziell beendet ist.

Nun fange ich aber erstmal mit meiner ersten Aufgabe an: Post holen.

Klingt erstmal ein bisschen banal, muss aber gemacht werden.

Jeder Abgeordnete des Bundestages hat sein eigenes Postfach, zu dem jeden Tag Informationen geschickt werden, angefangen von der Tageszeitung über Einladungen bis zu Broschüren, Geburtstagskarten und Kalender.

Welche Informationen ein Abgeordneter erhält hängt unter anderem davon ab in welchem Ausschuss er oder sie sitzt.

In Ullis Fall ist das der Ausschuss für Wirtschaft und Energie, der jeden Mittwochmorgen im Europasaal des Deutschen Bundestages tagt und einen Tag zuvor intern von jeder Partei in der Arbeitsgruppe vorbereitet wird.

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Die Mappen der Abgeordneten, immer bis nach oben gefüllt mit Anträgen, Gesetzesänderungen und Ausschusspapieren werden meist schon in der Woche vorher vorbereitet.

Damit kommen wir zu meiner nächsten Aufgabe: Mappen vorbereiten.

Die Informationen, was im Ausschuss und der Arbeitsgruppe in welcher Reihenfolge diskutiert wird, erhalten wir ca. eine Woche per Mail und wird in dieser Zeit laufend aktualisiert.

Dabei kann es schon mal passieren, dass man wenn man gerade alle Ausschusssachen fertig sortiert hat, plötzlich nochmal alles umsortieren darf, weil kurzfristig noch ein neues Thema mit dazu kommt, oder wegfällt.

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Jeder Ausschuss enthält einen Ausschussvorsitzenden und einen stellvertretenden Vorsitzenden, der den Ausschuss durch seine verschiedenen Tagesordnungspunkte leitet und die anwesenden Abgeordneten der Fraktionen ermächtigt, ihre Aussprache zu halten.

Dabei muss sich jeder Abgeordnete an die vorgegebene Zeit von meistens 3 Minuten halten, in der er oder sie auf die entsprechenden Sachverhalte Stellung nehmen kann.

Mit im Ausschuss sitzen unter anderem noch Vertreter*innen der Bundesregierung, eine Sekretärin, die Mitarbeiter der Büros und oben auf der Besuchertribüne interessierte Menschen, unter anderem FSJler und Praktikanten.

Dadurch, dass ich jedes Mal in der Sitzungswoche in der Arbeitsgruppe und im Ausschuss auf der Besuchertribüne sitze, lerne ich nicht nur eine Menge, sondern treffe oft andere Praktikanten und FSJler, die für Kolleg*innen von Ulli, aber auch für die CDU oder die Opposition aus Bündnis 90/Die Grünen und Linken arbeiten.

Damit wir jungen Praktikanten und FSJler, die ja im Ausschuss lediglich zuhören können auch mal die Möglichkeit haben uns auszutauschen und über Politik zu diskutieren, treffen wir uns jeden Donnerstag zum Stammtisch.

Seit ca. 2 Monaten haben wir FSJler im Bundestag es uns zur Aufgabe gemacht den Stammtisch zu organisieren. Dabei geht es in erster Linie darum, Tischplätze zu reservieren und die Leute über den Ort und den Zeitpunkt zu informieren.

Der Stammtisch ist bei uns FSJlern, aber auch bei Praktikanten sehr beliebt.

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Da nicht nur Berlin, sondern auch der Bundestag sehr groß ist, ist es oft schwierig Kontakte zu knüpfen und sich richtig kennenzulernen.

fb_img_1481722228673-kopieDurch den Stammtisch haben somit Praktikanten die Möglichkeit sich mit FSJlern, die schon länger im Bundestag sind auszutauschen und in der ersten Zeit ein wenig Orientierung zu bekommen.

Für uns FSJler ist es natürlich spannend, da wir so fast jeden Monat neue Menschen kennenlernen, die uns von ihren individuellen Erfahrungen berichten.

In den ersten zwei Monaten meines FSJs ging es um ganz grundlegende Dinge.

img-20161219-wa0033Die erste Schwierigkeit bestand darin, sich nicht jedes Mal zu verlaufen, wenn ich für ein Plenarsaalticket von der SPD Fraktion oder die neusten Broschüren von der Broschürenstelle abholen soll.

Da die meisten Gebäude unterirdisch vernetzt  sind, kommt man innerhalb von wenigen Minuten vom Jakob-Kaiser-Haus, in dem unser Büro ansässig ist zum Casino, wo ich jeden Tag mit anderen FSJlern essen gehe, zum Reichstag, wo auf der Fraktionsebene jeden Dienstag die Fraktionssitzung stattfindet, sowie zum Paul-Löbe-Haus, wo der Ausschuss und die Arbeitsgruppe tagen.

Nachdem ich die Sache mit der Orientierung einigermaßen im Griff hatte, lernte ich die Recherche oder die Beantwortung von Bürgeranfragen kennen.

Im Büro, in dem ich zusammen in einem Raum mit Carola, unserer wissenschaftlichen Mitarbeiterin bin, habe ich einen eigenen Sitzplatz und Computer, sowie ein Telefon, wo ich übers Internet Sachen recherchieren kann, wie zum Beispiel wie viele Neuantritte in die SPD es seit dem Trump-Sieg in den USA gibt. Nun war meine Aufgabe beim Büro von Andre Stinka, Generalsekretär der NRW SPD anzurufen, um mich diesbezüglich zu informieren.

img-20161019-wa0004Bei Bürgeranfragen, zum Beispiel zum Thema Rente kommt noch hinzu, dass ich mir übers Intranet des Deutschen Bundestages zuerst den zuständigen Referenten heraussuchen muss, mit dem ich über die jeweilige Bürgeranfrage spreche und ggf. ein Antwortschreiben verfasse.

Falls viele Bürger unseres Wahlkreises Probleme oder Fragen zur Rente haben und Ulli entscheidet, eine Veranstaltung zum Thema Rente zu machen, bin ich somit derjenige der die Liste mit den Adressen erstellt, an die die Einladungen verschickt werden.

Weitere Aufgaben von mir sind es, Besucher abzuholen, die einen Termin mit Ulli gemacht haben, Fotos zu machen, falls Ulli seine Facebook-Fans über den Besuch informieren möchte und Besucher anzumelden, falls sie in den Bundestag, den Ausschuss oder in die AG gehen möchten.

Wenn mich jemand fragt „Hey Lennart, wie viel hast du denn eigentlich zu tun bei deinem FSJ?“ antworte ich immer, dass es ganz darauf ankommt.

Da im Bundestag zwischen Sitzungswochen und Wahlkreiswochen unterschieden wird, gibt es in den Sitzungswochen, wo alle Angeordneten in Berlin sind mehr zu tun, als in den Wahlkreiswochen, wo die Abgeordneten bei Terminen im Wahlkreis sind.

In den Sitzungswochen kommende dann noch öfter Abendveranstaltungen mit hinzu, wie das „Deutsche Post-Fest“, einem Parlamentarischen Abend im Bundestag oder eine Veranstaltung vom Deutschen Schaustellerbund, wo es immer leckeres Essen und in der Weihnachtszeit sogar gebrannte Mandeln und Lebkuchenherzen gibt.

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Eine letzte interessante Erfahrung, von der ich euch erzählen möchte ist die Nominierungsveranstaltung von meinem Chef Ulrich Hampel.

Was ist eine Nominierungsveranstaltung und warum ist sie nötig?

Bevor es in den Wahlkampf für die Bundestagswahl 2017 gehen kann, muss jeder Abgeordnete in seinem Wahlkreis von seiner Partei als Kandidat für die Bundestagswahl aufgestellt werden.

Dazu muss er von Delegierten der Partei in seinem Wahlkreis gewählt werden, die zur Nominierungsveranstaltung eingeladen werden.

Da jeder FSJler auch eigene Projekte innerhalb seines FSJs machen soll, konnte ich bei der Planung der Nominierungsveranstaltung mitmachen und unter anderem meinen Kumpel Andre Fischer, der den „Eine-Welt-Song-Contest“ des Bundespräsidenten gewonnen hatte, dafür gewinnen, auf Ullis Nominierung aufzutreten.

So bereiteten wir am Tag vor der Nominierung zusammen mit Ulrike, Michael und vielen andere die Veranstaltung vor, stellten die Boxen, kümmerten uns um die Technik und beklebten die Nikoläuse mit dem nigelnagelneuen „Ulli nah dran“ Sticker.

Am nächsten Morgen überraschten Ahmad, ein Kumpel, der auch auf der BPA-Fahrt mit dabei war, Ulli damit, dass wir in die SPD eingetreten waren.

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Ulli freute sich darüber sehr, die Musik war legendär und sogar die Mitarbeiter von Stift Tilbeck waren beeindruckt über die „offene, lockere Veranstaltung“.

Letztendlich folgte das Happy End: Ulli wurde als Kandidat für die Bundestagswahl im nächsten Jahr aufgestellt.

Ich hoffe ich konnte euch meine Arbeit beim FSJ im Bundestag bei Ulli und meinem Team hiermit ein wenig näher bringen.

Ich versuche in den nächsten Monaten immer wieder etwas zu schreiben, um euch auf dem neusten Stand zu halten.

Nun wünsche ich euch erstmal einen guten Rutsch und frohe Weihnachten!

LG euer Lennart

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SPD-Bundestagsabgeordneter Ulrich Hampel dankt den Ehrenamtlichen der Coesfelder Tafel e.V.

Am Dienstag, den 20. Dezember 2016 besuchte der SPD-Bundestagsabgeordnete für den Wahlkreis Coesfeld – Steinfurt II Ulrich Hampel zusammen mit den Jusos Coesfeld die Coesfelder Tafel, um sich bei den vielen Ehrenamtlichen bedanken, die sich innerhalb der Coesfelder Tafel engagieren. ulrich_hampel_jusos_coesfeld_tafel_coesfeld_161220Neben der persönlichen Wertschätzung der dort geleisteten Arbeit, die dem Abgeordneten durch mehrmalige Besuche und eines Tagespraktikums gut vertraut ist, hatte Ulrich Hampel bereits zum dritten Mal eine finanzielle Unterstützung in Form einer Spende über 500 Euro für die Coesfelder Tafel mit im Gepäck. „Es ist mir immer wieder eine Herzensangelegenheit: Die vielen ehrenamtlichen Hände bei der Coesfelder Tafel leisten viel für unsere Gesellschaft. Für dieses Engagement habe ich mich zusammen mit den Jusos bedankt und eine finanzielle Unterstützung übergeben.“, so der Bundespolitiker zu seinem Besuch bei der Tafel.

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Ulrich Hampel (links) überreicht die Spende in Höhe von 500 Euro an Frau Hildegard Sonnenschein von der Coesfelder Tafel

SPD-Bundestagsabgeordneter Ulrich Hampel dankt den Tierschutzverein Coesfeld, Dülmen und Umgebung e.V.

Am Dienstag, den 20. Dezember 2016 besuchte der SPD-Bundestagsabgeordnete für den Wahlkreis Coesfeld – Steinfurt II Ulrich Hampel die Tierschützerinnen des Tierschutzverein Coesfeld, Dülmen und Umgebung e.V. im Tierheim in Lette. Neben dem persönlichen Dankeschön für die wichtige Arbeit, die dort vor Ort geleistet wird, hatte Ulrich Hampel neben Sachspenden auch eine finanzielle Unterstützung von 500 Euro dabei. Bereits zum dritten Mal unterstützte der Bundespolitiker den Tierschutz damit finanziell. „Der Tierschutzverein macht eine tolle Arbeit und alle sind dort mit dem Herz dabei. Daher war es mir ein Herzensanliegen kurz vor Weihnachten nochmal in verschiedenster Weise Danke zu sagen.“, so Ulrich Hampel. Kurz nach dem Besuch aus Berlin schreibt der Tierschutzverein schreibt auf seiner Facebook-Seite dazu: „Ulrich Hampel hat uns heute – und wir müssen erfreulicherweise „schon wieder“ sagen – eine tolle Überraschung bereitet und so einiges an Geschenken vorbei gebracht. Wir möchten uns ganz, ganz herzlich bedanken!“.

Bei seinem Besuch dankte Hampel nicht nur den Tierschützerinnen und Tierschützern, sondern bekam durch einen Rundgang im Tierheim einen Einblick über die momentane Situation. Bereits Ende August hatte Ulrich Hampel bei einem Praktikum im Tierheim die angespannte Situation bei der Unterbringung von Katzen hautnah miterlebt. „Unsere Quarantäne ist immer noch proppevoll und ein weiterer Raum musste für Katzen hergerichtet werden. Normalerweise sind die Monate Dezember bis Februar Monate, in denen unser Katzenbestand bis auf eine Handvoll schrumpft. In diesem Jahr ist alles anders: Wir haben immer noch ca. 60 Katzen in unserer Obhut.“, so Vorstandsmitglied Sarah Bosse. Ulrich Hampel versprach dieses Thema weiter im Blick zu behalten und an anderen Stellen zu diskutieren.

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v.l.n.r. Ulrich Hampel MdB, Schriftführerin Sarah Bosse, 1. Vorsitzende Regina Kaute

 

Gewerkschaftsbeauftragter der NRW-Landesgruppe in der SPD-Bundestagsfraktion Ulrich Hampel „Fehlende Arbeitnehmerrechte sind falsche Weichenstellung beim Eisenbahnpaket“

Das Europäische Parlament hat am Mittwoch das 4. Eisenbahnpaket verabschiedet.UlrichHampel_150630_hp Vorausgegangen waren mehr als drei Jahre Beratungen und Verhandlungen, die nun vor allem im technischen Bereich sinnvolle Neuerungen für den europäischen Schienenverkehr bringen. „Leider ohne ausreichende Berücksichtigung der Arbeitnehmerrechte“, bewertet der Gewerkschaftsbeauftragte der NRW-Landesgruppe in der SPD-Bundestagsfraktion Ulrich Hampel den Beschluss. „Das ist eine falsche Weichenstellung.“

Die Neuerungen in der sogenannten politischen Säule, also dem nichttechnischen Bereich, sind dabei durchaus immens. „Der Marktzugang wird erheblich geöffnet und im Bereich des Schienenpersonenverkehrs bis auf wenige Ausnahmen  zur europäischen Ausschreibungspflicht hin entwickelt. Das birgt Probleme: Die Europa-SPD hat bis zuletzt dafür gekämpft, dass das Personal bei Betreiberwechsel übernommen werden muss, ist damit aber letztlich an einer konservativ-liberalen Mehrheit gescheitert.“

„Der Schutz der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer lag und liegt uns am Herzen. Von ihnen hängt am Ende auch die Leistungsfähigkeit des europäischen Schienenverkehrs ab“, so Hampel weiter. „Wir werden deshalb weiter für die Rechte der Beschäftigten im Verkehrsbereich eintreten und versuchen, sie bei anderen Vorhaben stärker zu verankern.“

SPD-Bundestagsabgeordneter Ulrich Hampel und SPD-Landtagsabgeordneter André Stinka verleihen den „Eleonore-Pollmeyer-Preis“ für herausragendes ehrenamtliches Engagement

Am Sonntag verliehen der SPD-Bundestagsabgeordnete Ulrich Hampel und der SPD-Landtagsabgeordnete André Stinka im Café Karthaus in Dülmen den „Eleonore-Pollmeyer-Preis“ für herausragendes ehrenamtliches Engagement. Neben der Flüchtlingshilfe Nottuln wurde die Nordkirchenerin Stefanie Sandhagen mit dem 300 Euro dotierten Preis ausgezeichnet. In den Reden der beiden Abgeordneten wurde der Wert ehrenamtlichen Engagements für eine Gesellschaft herausgehoben. „Wir brauchen Menschen, die mit offenen Augen durch die Welt gehen und die sehen, wo Hilfe, Engagement und Einsatz für die zu uns geflüchteten Menschen nötig sind.“, so der Bundespolitiker Ulrich Hampel. In diesem Jahr wurden mit dem Eleonore-Pollmeyer-Preis Personen oder Gruppierungen geehrt, die sich ehrenamtlich um die Integration von geflüchteten Menschen bemühen.

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Eine dieser Ehrenamtlichen ist Stefanie Sandhagen aus Nordkirchen. Viele Stunden in der Woche hilft sie ehrenamtlich bei der Pfarrcaritas und in der Kleiderkammer. Mit den kommenden Flüchtlingen weitete sich das Engagement auf das „Camp“, eine Notunterkunft für rund 120 Flüchtlinge, aus. Dort lernte Stefanie Sandhagen einen jungen Syrer kennen und unterstützte ihn, sodass dieser ab August eine Ausbildung im chemischen Bereich beginnen wird. „Viele Hürden galt es auf dem Weg des jungen Mannes aus Syrien bis zum Ausbildungsvertrag zu nehmen. Stefanie Sandhagen unterstützte ihn und gab nicht auf. Dieser Einsatz ist vorbildlich für unsere Gesellschaft.“, so die Vorsitzende der SPD Nordkirchen Petra Schröer. „Für Frau Sandhagen ist es selbstverständlich, dort zu helfen, wo sie benötigt wird. Dabei ist ihr Engagement herausragend. Es zeigt uns allen, dass jede und jeder etwas tun kann für die Menschen, die unsere Hilfe dringend benötigen.“, so Ulrich Hampel in seiner Rede zur Verleihung des Preises an Frau Sandhagen.

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